10. Oktober 2003

11:50 » Tübinger Kulturpolitik

Letzte Woche war es bereits in der Papierausgabe des „Schwäbischen Tagblatts“:http://www.tagblatt.de zu lesen, seit vergangenen Mittwoch nun auch im Internet: Der Gemeinderat stimmte auf Antrag von Frau Oberbürgermeisterin „Brigitte Russ-Scherer“:http://www.tuebingen.de/aemter/00wg.html (die sich ja ansonsten stets ach so kulturfreundlich gibt) gegen die Genehmigung eines neuen Kinos im französischen Viertel. Die Begründung der OB: wenn man solche „zentralörtliche Einrichtungen“ an der Peripherie dulde, gefährde man das Leben im Zentrum. Frau Russ-Scherer (und mit ihr der Gemeinderat) macht sich also Sorgen ob der Überlebensfähigkeit der Altstadt-Gastronomie und anderer Kulturbetriebe. Wir hingegen machen uns ernsthaft Sorgen, mit welchem Recht sich OB und Gemeinderat ertreisten, uns Tübinger Bürgern einen Gang in die Altstadt aufzuzwingen, wenn wir etwas Trinken oder einen Film anschauen gehen möchten?!? Und wieso sind eigentlich OB und Gemeinderat der Meinung, die einzig wahren kompetenten Kräfte in solchen Belangen zu sein. Wissen diese Damen und Herren denn wirklich besser, was gut für uns und die örtlichen Gastronomie- und Kulturbetriebe ist? Offensichtlich nicht, wenn man das heutige „Tagblatt-Online-Interview(Ulf Siebert: Die Zeit der Freak-Gastronomie ist vorbei)“:http://www.tagblatt.de/?objekt=ST&id=36880 mit Gastronom, Modemann und „WUT-Stadtrat“:http://www.wut-online.de/004_kandidaten/08.html „Ulf Siebert“:http://www.ulf-siebert.de/ ließt. Darin berichtet er durchaus schlüssig über Sinn- und Unsinn der Altstadtverordnung, diverse Schikanen, mit denen es die Stadtverwaltung der Tübinger Kultur schwer macht und was Tübingens Gastronomie und Kulturszene (angeblich) wirklich braucht. Doch auch hier müssen wir uns fragen, ob es immer die kompetentesten Meinungen sind, die wir tagein tagaus in den Tübinger Medien zu lesen und zu hören bekommen?

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