17. November 2003

16:35 » Kulturpolitik IIb

In der Samstagsausgabe des „Tagblatts“:http://www.tagblatt.de (inzwischen auch hier online zu lesen) wird über eine neue Bürgerinitative (kann man das so nennen?) berichtet. Auf Initiative der „Jazz-und-Klassik-Tage“:http://www.jazzklassiktage.de wird im „Kulturamt“:http://www.tuebingen.de/kultur/index.html ein Kulturbüro eingerichtet. Sinn und Zweck des Ganzen soll sein, die Binnen- und die Außenwirkung für Kunst in Tübingen zu verbessern. Dies soll für’s Erste durch gemeinsame Werbeaktionen und die Zurverfügungstellung der hierfür notwendigen Strukturen bewerkstelligt werden. An sich also keine schlechte Idee und wir hoffen, daß diese Einrichtung nicht nur den üblichen großen Events zu Nütze wird. In seiner Haushaltsberatung für das Jahr 2004 befasste sich der Gemeinderat auch mit dem Punkt „Anschlagswesen“, allerdings, so das Schwäbische Tagblatt, nur sehr kurz. Einzig und allein Stadtrat „Walter Schwenninger“:http://www.alternative-liste.de/wahlkand2.html hatte zu diesem Punkt etwas zu äußern. Der Begriff „Anschlagswesen“, der nichts anderes als die öffentlichen Plakatwände und -säulen meint, dürfe seiner Meinung nach in solch terroristisch geprägten Zeiten wie wir sie gerade erleben, nicht verwendet werden. Wir messen diesem Thema weitaus mehr Bedeutsamkeit zu, denn die Anzahl der öffentlichen Anschlagsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren drastisch verringert. Doch dem Verlangen nach Sauberkeit und ordentlichen Hauswänden in der Innenstadt (wie sie z.B. Stadtrat „Ulf Siebert“:http://www.wut-online.de/004_kandidaten/08.html ständig fordert) wird im Gemeinderat zur Zeit mehr Gehör geschenkt, als den Forderungen nach der Notwendigkeit, seine Veranstaltungen öffentlich ankündigen zu können. Und wer sich einmal öfters damit beschäftigt hat, Plakate seiner Veranstaltung aufzuhängen, weiß auch, daß es unter Tübingens Plakataufhängern einen äußerst eifrigen, ja gerade zu besessenen Menschen gibt. Dieser Herr duldet oftmals neben seinen Plakaten keine anderen und reißt diese deshalb nur zu gerne wieder ab oder überklebt sie mit seinen eigenen Plakaten. Doch auch dieses Problem stößt im Ordnungsamt und im Gemeinderat auf taube Ohren.

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