16. September 2005

15:59 » Tübingen und sein Lärmproblem

Dienstag vor einer Woche: die monatlich stattfindende — und zwar immer am ersten Dienstag eines Monats — Marmelade-Jam-Session im Café Haag wurde auf Grund des guten Wetters spontan ins Freie verlegt. Gut gelaunte Gäste (auch von der Pizzeria nebenan) lauschten gut gelaunten Musikern, die verdammt guten, souligen, manchmal auch reggae-angehauchten Jazz spielten — komplett unverstärkt.

Die Laue Spätsommernacht und die umgebenden Bäume ließen einen Hauch von Pariser Straßencafés aufkommen und die anwohnenden Nachbarn ließen einen sofort wieder in die Heimat Deutschland zurückkehren. Punkt 22.00 Uhr mußten die Musiker nämlich wieder ins Café Haag zurück und drinnen weiterspielen, da es bereits Beschwerden aus der Nachbarschaft gab. Nicht 23.00 Uhr, nicht 22.30 Uhr — nein bereits nach einer halben Stunde (die Session beginnt immer um 21.30 Uhr) war Schluß mit Lustig … ein Umstand, der leider voll und ganz in die momentane Tübinger Lebenssituation passt.

Warum wir das schreiben, wo es doch schon über eine Woche her ist? Vielleicht, weil am Sonntag ein neuer Bundestag gewählt wird, vielleicht, weil Tübingen drauf und dran ist, die ruhigste Stadt Deutschlands zu werden … keine Ahnung, vielleicht ist uns auch einfach gerade danach.


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