18. Juli 2007

14:56 » Das Ende des Straight No Chaser Magazins

Schock! Die nächste Ausgabe des „Straight No Chaser“-Magazins wird zugleich die Letzte sein. Die Gerüchteküche berichtete schon seit geraumer Zeit, dass das beliebte Musikmagazin vor dem Aus steht. Nun hat Paul Bradshaw das Ende der Printausgabe verkündet.

Seit zwanzig Jahren begleitet uns der „Straight No Chaser“ nun schon und nicht umsonst sind wir schon seit längerer Zeit im Besitz eines Abonnements. Ein Grund, warum wir den Chaser so gerne gelesen haben, liegt darin, dass er schon immer weit vorne war, wenn es um das Aufdecken neuer Strömungen in der Clubkultur und das Entdecken neuer Bands und DJs ging. Aber auch die zahlreichen Plattenkritiken und all die Playlists diverser DJs sorgten dafür, dass man mit jeder neuen Ausgabe auf bislang unbekanntes oder schlicht noch nicht erkanntes Musikmaterial aufmerksam gemacht wurde. Und auch in Sachen Aufmachung und Design setzten die Macher immer wieder neue Akzente — schon das ungewohnt dicke und rauhe Papier sorgte für unglaublichen Lesespaß.

Schon seit längerem wurde darüber diskutiert, wohin der Weg gehen soll. Im Februar noch berichtete uns Simone Serritella, dass der „Straight No Chaser“ zukünftig mehr in Richtung Life-Style-Magazin gehen will. Im ein oder anderen Forum wurde seit Juni über das bevorstehende Aus der Print-Ausgabe gesprochen, mit der kommenden Augustausgabe ist nun also Schluß.

Stattdessen wird es verstärkt im WorldWideWeb weitergehn, wie Paul Bradshaws Worten zu entnehmen ist:

… the outcome of all these discussions is that in an age of instant information we should go deeper, more cultural, more artistic… more radical… and to do this we need to get off the production treadmill and initiate a new era of Straight No Chaser.

Initially, we plan to step up and extend our interactive web presence - which to our shame we've pretty much neglected (apart from Chris T's tremendous efforts on the Chaser Myspace!). The aim is to continue to maintain our unique and ongoing relationship with that wealth of global talent consistently producing music both in those home studios and live onstage.

Man darf also gespannt sein, was sich zukünftig auf der Website von „Straight No Chaser“ tun wird. In der globalen Printlandschaft bleibt dennoch ein Loch zurück, dass die momentan bestehende Alternativen nur teilweise zu Füllen vermögen. Andererseits wissen wir aus eigener Erfahrung, dass man ohne große Umschweife und mit wenig Geld auch aus der „Provinz“ heraus ein meisterliches Magazin herausgeben kann. Die Mutigen unter Euch mögen hervortreten!


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