18. Juli 2008

20:30 » Scratch: Eine HipHop-Dokumentation mit Qbert, Rob Swift u.a.

Update: Leider wurde die „Embed“-Funktion für diese Video bei YouTube abgeschaltet. Ihr könnt Euch das Video aber nach wie vor in voller Länge bei YouTube anschauen!

HipHop-Dokumentationen gibt es inzwischen eine ganze Menge und damit meinen wir nicht nur die obligatorischen „Wildstyle“ und „Beat Street“. In Sachen Scratching sieht das dann schon ein bißchen anders aus. Es gibt zwar einige Performances diverser Turntablism-Acts auf Video, ein Dokumentarfilm über Scratching war uns bislang allerdings nicht bekannt.

Die unermüdlichen Damen und Herren von „Best Free Documentary“ haben nun „Scratch“ ausfindig gemacht, eine anderthalbstündige Dokumentation über eben den Scratch.

Beginnend mit Grandwizard Theodore und seinen Erinnerungen an den Moment, in dem er den Scratch erfunden hat, bietet „Scratch“ sowohl dem unerfahrenen HipHop-Fan, als auch dem DJ Nerd eine Fülle von Informationen, Eindrücken und Momenten aus den diversen Stationen der HipHop-Geschichte – stets unter dem Aspekt des Scratchens gesehen.

Interessant ist dabei besonders die Bedeutung des DJs im HipHop, der ja immer mehr von „seinen“ MCs an den Rand der Bühne gedrängt wurde. Oder wie Africa Bambataa es im Film so schön ausdrückt: The DJs are the ones that put the MCs out there, but then the MCs became the power; a lot of the MCs got away from the cultural part and got into 'all about the benjamins,' and they left the DJs behind.

Das änderte sich erst wieder Mitte der Neunziger, als mit den Invisibl Skratch Piklz, den Exekutioners und DJs wie Qbert, Babu, Mixmaster Mike oder Rob Swift der Turntablism erfunden wurde.

Wenn Ihr nun befürchtet, dass es sich bei „Scratch“ um einen Film für Eingeweihte handelt, seid beruhigt. Glücklicherweise fanden die Macher dieser Dokumentation genau die richtige Mischung aus Hommage und Respekt an die jeweiligen Helden und Macher, vergassen dabei aber nie eine gute Portion Humor miteinzubauen. Wichtige Begriffe und Ereignisse werden oft genug auf unterschiedliche Art und Weise erklärt bzw. vorgeführt und so Unverständnis und Langeweile vorgebeugt.

Szenen wie die, in der Qbert erzählt, wie er mit Hilfe seiner Scratches mit Ausserirdischen kommuniziert, tragen dabei nicht nur zur Unterhaltung bei, sondern liefern auch Einblicke in die Denkweisen der Künstler und Aktivisten.

Wenn Euch nun noch andere interessante Dokumentarfime zum Thema HipHop bzw. Scratching einfallen, dann erzählt uns doch bitte davon in den Kommentaren. Sowas interessiert schießlich uns alle … also her damit.


Tags für diesen Eintrag: dokumentation, hiphop, turntablism, video

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1 Kommentare (Kommentar schreiben)

1.

Gut!

berlin  02.03.09 um 15:10Uhr

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