18. Februar 2011

14:36 » Boogie, Bass & 909 – Pt.1: Bass

Kurz nach Mitternacht. Du läufst diese düstere Straße entlang, einer Gruppe folgend, die scheinbar das selbe Ziel hat. Nach 500m biegt Ihr ab in einen nichts sagenden, spärlich beleuchteten Hof. Aus den offenstehenden Türen im Gebäude vor Dir dringt farbiges Licht … und der mächtige Puls einer Basswelle.

Bass ist das Fundament moderner Dancemusic und kann unserer Meinung nach nie tief genug sein. Er massiert einem wohlig den Bauch, schiebt einen förmlich über die Tanzfläche und sorgt im richtigen Moment für das entscheidende Quäntchen Extase.

Im Übrigen sind wir auch der Meinung, dass (Bass)Lautsprecher nie groß genug sein können. Es sind immer nur der Raum und der Geldbeutel, die zu klein sind.

Machen wir uns also auf zu einer kleinen „Tour de Bass“, beschäftigen uns mit ein paar Vertretern der Gattung und erkunden, welch tief polternde Tracks uns in den letzten fünfzehn Jahren besonders ans Herz gewachsen sind.

Architeq — Birds of Prey

Spricht man heute von Bass, fällt zwangsläufig das Wort Dubstep. Manchmal scheint es fast, dass dieser aktuelle Sprössling britischer Breaks-und-Bass-Kultur das Wort Bass für sich gepachtet hat. Für uns war Dubstep allerdings nie ein sonderlich großes Thema, aus zwei einfachen Gründen: die meisten Tracks besitzen eine enorme Behäbigkeit (um nicht zu sagen: Untanzbarkeit), die uns schon beim Dub selbst stört. Der Rest ist meistens einfach zu plump.

Umso mehr freuen wir uns um, wenn wir eine jener Perlen entdecken, die die rühmliche Ausnahmen bilden, und gekonnt mit Bass, Synthesizerklängen und vertrackten Beats experimentieren. Architeq's „Birds of Prey“ ist da ein gutes Beispiel und zugleich ein Track, den wir verdammt gerne in unsere Sets einbauen. Ob das nun Dubstep ist oder nicht, ist uns ganz egal.

DJ Sprinkles — Grand Central Pt. 1 (MCDE Bassline Dub)

Auch im House spielt Bass natürlich eine prägnante Rolle. Die Worte, die Groove-Schreiberling und Running-Back-Labelbetreiber Gerd Janson über den MCDE-Remix von DJ Sprinkles „Grand Central“ findet, sprechen Bände: „[einer] der tiefsten Bassläufe seit Bobby Konders“. Da gibt es nichts hinzuzufügen, hört selbst.

DJ Zinc — 138 Track

Zum Schluss lässt DJ Zinc noch mal den Bass zu Wort kommen. Ganz klar: hier dominiert der Bass das Klangfeld, von vorne bis hinten und ohne Rücksicht auf Verluste.

Natürlich ist dies nur eine kleine Auswahl an basslastigen Tracks, die uns ans Herz gewachsen sind. Auf welche Art und Weise wir noch Bass zelebrieren, erlebst Du dann am morgigen Samstag, den 19. Februar im Mancuso, wenn es heißt: 15 Jahre bag of goodies — 15 Jahre boogie, bass & 909.

Zum Schluß noch eine Frage an Dich: wie stehst Du zum Thema Bass? Welche basslastigen Lieblingstracks hast Du? Sag uns Deine Meinung in den Kommentaren oder auf unserer Facebook-Seite. Wir sind gespannt.


Tags für diesen Eintrag: bass

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1 Kommentare (Kommentar schreiben)

1.

meistens ;)

Hops  18.02.11 um 20:22Uhr

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